Garmin inReach Explorer bekommt kleinen Bruder: Garmin inReach Mini

Garmin inReach-Geräte sind handliche Satellitenkommunikationsgeräte für wahre Outdoor-Fans, die echte Abenteuer erleben wollen und gleichzeitig den Kontakt zu Freunden und Familie halten möchten. Egal ob zu Land, zu Wasser oder in der Luft – Garmins inReach-Technologie verspricht der richtige Begleiter auch in extremen Bedingungen zu sein. Über die reine Kommunikationsfunktion hinaus, bieten die kleinen Helfer Features wie Positionsweitergabe, SOS-Dienste und Navigation. Die wichtigsten Funktionen des inReach Explorer und des inReach Mini werden in diesem Ratgeber näher erklärt und die dahinter stehenden technischen Daten kurz beleuchtet. Für wen sich die Anschaffung dieser Geräte wirklich lohnt und bei welchen Aktivitäten sie zum Einsatz kommen, wird im Folgenden ebenfalls beschrieben.

Die wichtigsten Funktionen der Garmin inReach-Geräte

Welche Funktionen und Features bieten die Produkte der inReach-Reihe? Die Hauptfunktion des Garmin inReach Explorer und des Garmin inReach Mini ist mit Sicherheit die Kommunikation über das Satellitennetzwerk. Völlig gleich wo man sich auf der Erde befindet, die inReach-Technologie verspricht durch die Nutzung des Iridium-Satellitennetzwerkes eine 100%ige Empfangsabdeckung. Wenn gewöhnliche Mobilfunkgeräte längst keinen Empfang mehr haben, ist mit dem Garmin inReach Explorer oder dem Garmin inReach Mini noch immer das Senden und Empfangen von SMS und Email möglich. Familie oder Freunde müssen sich also über einen Kontaktverlust keine Sorgen machen.

Damit Familie und Freunde auch stets darüber informiert sind, wo man sich gerade exakt aufhält, lässt sich die Tracking-Funktion aktivieren. Mit ihr ist es möglich in bestimmten Intervallen seine Positionsdaten zu senden und zu teilen, so dass die Daheimgebliebenen immer auf dem neusten Stand bleiben. Entweder man teilt seine Position über die sozialen Kanäle selbst mit oder man gibt Anderen die Möglichkeit mit Hilfe des MapSharing-Tools am heimischen Computer die Position selber zu verfolgen.
Und wenn dann auf der Reise doch mal etwas richtig schief geht und man in große Not geraten sollte, bietet Garmin optional eine SOS-Funktion an. Hierzu arbeitet Garmin mit dem Rettungsdienst GEOS zusammen. Die Notfallhilfe GEOS ist einer der führenden Anbieter für Rettungsaktionen rund um den Globus. Dieser Rettungsservice steht das ganze Jahr zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung. Während die Rettung organisiert wird, bleibt man über die SMS-Funktion stets mit GEOS in Verbindung und wird über alle relevanten Entwicklungen in Bezug auf die Rettung informiert.

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Der Garmin inReach Explorer im Überblick

[p]Der inReach Explorer ist momentan das Flagschiff von Garmin im Bereich der Satellitenkommunikation. Er ist 6,8 cm breit, 16,4 cm hoch, 3,8 cm dick und wiegt nur etwa 213 g. Die effektive Anzeigegröße des Bildschirms beträgt 3,8 x 4,7 cm, was einer Bildschirmdiagonale von 5,9 cm entspricht. Die Anzeigeauflösung beträgt 200 x 265 Pixel. Im inReach Explorer ist keine Kamera integriert. Die Anzeige sowie das ganze Gerät sind absolut wasserdicht. Unter dem Bildschirm befinden sich die Tastatur und die SOS-Taste. Der integrierte Lithium-Ionen-Akku bietet im aktiven Tracking-Modus eine Laufzeit von 75 bis 100 Stunden, im Energiesparmodus von 30 Tagen und im Standby-Modus von bis zu drei Jahren. Der integrierte Speicher umfasst 2 GB, auf welchem sich zusätzliche Karten, Routen und Wegpunkte speichern lassen. Zusätzliche Speicherkarten können nicht eingesetzt werden. Der inReach Explorer verfügt zudem über zwei Sensoren: einem Kompass mit drei Achsen und einem barometrischem Höhenmesser.

Neben allen eingangs beschriebenen Funktionen bietet der inReach Explorer einige zusätzliche Features an. So lässt sich mit der kostenlosen Earthmate-App das inReach-Handgerät mit anderen mobilen Geräten wie Smartphone oder Tablet über Bluetooth miteinander verbinden. Neben der Synchronisation von Kontaktlisten, lassen sich mit der Earthmate-App auch weltweit Wetterdaten abrufen. Dies ist sowohl für die aktuelle Position als auch für geplante Ziele möglich. So läuft man nicht so schnell Gefahr, völlig unvorbereitet in schwere Unwetter zu geraten. Navigation und Routenplanung sind zudem nach dem Garmin inReach Login in den inReach-Account über die vorinstallierten oder extra heruntergeladenen Karten ebenfalls möglich. Für diese Funktionen ist kein zusätzliches Zweitgerät nötig.

Der Garmin inReach Mini im Überblick

[p]Der Garmin inReach Mini ist der neueste Zugang in der inReach-Familie. Man könnte ihn bereits als kleinen Bruder des inReach Explorers bezeichnen. Der Mini ist lediglich 5,17 cm breit, 9,9 cm hoch und 2,61 cm dick. Mit gerade einmal 100 g, wiegt der inReach Mini zudem nur knapp die Hälfte seines großen Bruders. Die Anzeigegröße des Displays fällt mit 2,3 x 2,3 cm ebenfalls wesentlich kleiner aus. Die Auflösung beträgt dementsprechend auch nur 128 x 128 Pixel. Das ganze Gerät ist selbstverständlich ebenso wasserdicht. Der Leistungsfähigkeit des Lithium-Ionen-Akku ist wiederum erheblich kleiner dimensioniert als beim Explorer. Im Tracking-Betrieb hält der Akku voll aufgeladen etwa 30 bi 50 Stunden, im Energiesparmodus bis zu 20 Tage und im ausgeschalteten Modus circa ein Jahr. Anders als der Explorer hat der Mini keinen integrierten Speicher, um auf Landkarten zuzugreifen. Dementsprechend sind auch keine Karten vorinstalliert und eine externe Speicherkarte kann ebenfalls nicht eingesetzt werden. Sensoren wie den Kompass oder den barometrischen Höhenmesser vermisst man ebenso wie eine Kamerafunktion.

Die Funktionen des inReach Mini beschränken sich damit hauptsächlich auf den weltweiten Zwei-Wege-SMS-Versand, den Empfang von Wetterdaten und auf die SOS-Notruf-Funktion. Für weitere Funktionen wie die Routenplanung oder Navigation über Landkarten, ist der Garmin inReach Login in die Earthmate-App und ein zusätzliches Gerät in Form eines Smartphones oder Tablets notwendig. Der Garmin inReach Mini eignet sich darüber hinaus hervorragend zur Kopplung mit der Garmin Pilot-App. Damit kann man bequem über das Cockpit SMS empfangen und senden und zuverlässige Positionsdaten an sein Zweitgerät übermitteln.

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Vergleich zwischen inReach Explorer und inReach Mini

Welches der beiden hier vorgestellten Geräte das Bessere ist, muss für jeden individuell beantwortet werden. Das wesentlich komplettere Gerät ist jedenfalls der Garmin inReach Explorer. Er bietet, zusammen mit dem richtigen Abonnement, welches zur Nutzung zwingend erforderlich ist, die komplette Funktionsvielfalt der inReach-Technologie. Besonders positiv zu bewerten ist die Tatsache, dass man kein zusätzliches Smartphone oder Tablet dabei haben muss, um in den Genuss von Wetterdaten, Gebietskarten oder geplanten Routen zu kommen. Der Explorer gibt dem Benutzer auch in Extremsituationen ein Gefühl der Sicherheit. Dieses Gefühl der Sicherheit wird sich hoffentlich auch auf die Familie, Freunde und/oder Arbeitskollegen übertragen.

Der Garmin inReach Mini ist die deutlich abgespeckte Variante des Explorers – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Durch sein geringeres Gewicht und seine wesentlich geringere Größe, lässt er sich auch deutlich leichter mitführen. Das ist vor allem für Extremsportler von größerer Bedeutung. Extremsportler neigen häufig dazu, jeden noch so winzigen Ballast jeglicher Art vermeiden zu wollen. Hierfür ist der Mini eigentlich ideal. Der Preis, den man allerdings für diesen Komfort zu zahlen hat, ist der eingeschränkte Funktionsumfang des Minis. Um alle Features des Explorers auch mit dem Mini nutzen zu können, braucht man stets ein zweites Gerät bei sich. Dadurch geht allerdings der große Vorteil der besseren Transportabilität wieder komplett verloren. Als Pluspunkt zählt wiederum der kleinere Preis. Der Mini ist bis zu 30% preiswerter als sein großer Vorgänger.

Die Zielgruppe der inReach-Technologie

Die Frage, die sich jetzt stellt: Für wen eignet sich eigentlich ein solches Satellitenkommunikationsgerät? Bei den beiden hier vorgestellten Garmin inReach-Handgeräten handelt es sich um wesentlich mehr als nur kleine Gadgets für Technikfreaks. Ein derartiges Gerät ist nicht für die breite Masse bestimmt, sondern eher für sehr spezielle Gruppen von Leuten, die sich in Gebieten ohne Mobilfunkempfang, in auch ansonsten extremen Bedingungen, aufhalten (wollen). Das geht vom Forscherteam am Polarkreis, über Hochseesegler bis hin zu Extrembergsteigern. Aber auch für Wanderer oder Ski-Alpinisten, die sich gerne abseits der gewöhnlichen Wege bewegen, ist es eine Überlegung wert, sich einen Garmin inReach Explorer zu kaufen. Wenn man sich jährlich die Nachrichten von vermissten, eingeschneiten oder verletzten (Hobby-)Sportlern in abgelegenen Gebieten anschaut, hätte der Besitz eines Satellitenkommunikationsgeräts das eine oder andere Unglück durchaus verhindern oder mindern können.

Wer einen Garmin inReach Explorer kaufen will, sollte sich allerdings über die Kosten im Klaren sein. Neben den eigentlichen Anschaffungskosten, fallen monatliche Gebühren für das Nutzen des Iridium-Satelliten-Netzwerkes an. Dazu muss man einen Vertrag mit dem Betreiber des Iridium-Netzwerkes abschließen. Die Gebühren belaufen sich je nach Tarif und gewählten Leistungen zwischen 15 und 125 EUR im Monat. Das Iridium-Netzwerk besteht derzeit aus 66 Satelliten, die relativ nah an der Erde ihre Kreise ziehen. Dadurch wird tatsächlich eine 100%ige Abdeckung der Erdoberfläche ermöglicht. Einzige Bedingung für den Empfang ist eine freie Sicht gen Himmel. Verglichen mit der überaus teuren Alternative eines Iridium-Satellitentelefons, stellen die Geräte von Garmin aber eine durchaus kostengünstige Alternative dar.

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Fazit: Garmin inReach Mini ist ein würdiger kleiner Bruder

Mit dem inReach Explorer und dem inReach Mini sind Garmin zwei exzellente Geräte zur Kommunikation über Satellit gelungen. Wer sich häufiger in Gebieten ohne Mobilfunkempfang aufhält und trotzdem die Möglichkeit haben will zu kommunizieren, kommt kaum an der inReach-Technologie vorbei. Mit den dazu buchbaren Services wie dem SOS-System, der Übermittlung von Positionsdaten oder den aktuellen und prognostizierten Wetterdaten, bietet Garmin dem Kunden eine Reihe nützlicher Zusatzfunktionen an. Vor allem der inReach Explorer überzeugt durch seinen großen Funktionsumfang. Der inReach Mini hingegen trägt seine Stärken im extrem kompakten Design. Und durch ein Zweitgerät lässt sich auch der Mini zu seinem großen Bruder, dem Explorer, aufwerten. Jeder, der vorhat sich in ein Abenteuer in die abgelegensten Teile der Welt zu stürzen, sollte über den Kauf eines Garmin inReach Satelliten-Kommunikationsgerätes nachdenken. Die kleinen Handgeräte sind die idealen Begleiter, egal ob man auf dem Land, dem Wasser oder in der Luft unterwegs ist.