Fahrradluftpumpen: Ohne die läuft nix

Fahrradluftpumpen sind nicht nur schnell zur Hand, sondern auch einfach zu bedienen. Zusammen mit dem handlichen und kompakten Design sind Fahrradluftpumpen das ideale Werkzeug um Fahrradreifen wieder mit Luft zu füllen. Doch Fahrradluftpumpe ist nicht gleich Fahrradluftpumpe. Im Folgenden wird näher auf die verschiedenen Spezifikationen einzelner Modelle und Typen von Fahrradluftpumpen eingegangen, sowie auf die technischen und benutzerbezogenen Details der unterschiedlichen Fahrradventile.

SaleBestseller Nr. 1
BETO Hochdruck Standpumpe, Gold/Schwarz
870 Bewertungen
SaleBestseller Nr. 2
VeloChampion Legierung 7 Kleine Fahrradpumpe mit Druckanzeige – Passt auf Presta & Schrader...
200 Bewertungen
SaleBestseller Nr. 3
SKS Stand-Luftpumpe mit Manometer und Duokopf für alle Ventilarten Air X-Press, schwarz- grau, 560
221 Bewertungen
SaleBestseller Nr. 4
Fischer Mini-pumpe Doppelhub reversibel, schwarz, 85593
89 Bewertungen
SaleBestseller Nr. 5
Topeak Standpumpe JoeBlow Sport II,  137x25x675cm,  62002030
823 Bewertungen

 Prinzip der Hand-Luftpumpe

Für Fahrradschläuche wird vor allem die Kolbenpumpe verwendet diese Art der Pumpe arbeitet nach einem einfachen Prinzip. Die klassische Hand-Luftpumpe ist aus einem einfachen Zylinder und einem Kolben aufgebaut. Wenn eine Person den Haltegriff der Pumpe nun nach unten drückt, so kommt es dazu, dass der bewegliche Kolben nach unten bewegt wird und den Druck im Zylinder erhöht. Diese Druckerhöhung wird als Verdichtung bezeichnet. Kommt es zu einer maximalen Bewegung des Kolbens im Zylinder, so entweicht die Luft nach außen durch den Schlauch.

Während dieser Bewegung und der gleichzeitigen Verdichtung, kommt es durch den Kolben bei Maximalstellung im Zylinder zu einer Abdichtung gegenüber der Einlassventile. So wird garantiert das der erzeugte Druck die Luft bestmöglich in eine Richtung konzentriert bewegt. Nach der maximalen Bewegung des Kolbens im Zylinder ist die maximale Menge an Luft auf der Pumpe entwichen und der Druck im Zylinder sinkt ab. Führt eine Person nun die umgekehrte Pump Bewegung durch, so sorgt dies durch den Hub des beweglichen Kolbens im Zylinder dafür, dass Luft in den Zylinder eingesaugt wird. Dieser Sog kommt durch einen, vom beweglichen Kolben ausgelösten Unterdruck, zustande.

Prinzip der maschinellen Pumpen

Im Hobby-Sektor kommt es, durch weniger leistungsbezogene Ansprüche hinsichtlich des Materials zu einem weitverbreiteten Einsatz von Hand-Luftpumpen. Im Profibereich werden, für das Füllen von Fahrradreifen spezielle Pumpen eingesetzt, die oft auch maschinell betrieben werden. Maschinell betriebe Luftpumpen bezeichnet man als Kompressoren oder Verdichter. Grundlegend funktioniert diese maschinelle Variante der Luftpumpe ähnlich wie eine Hand-Luftpumpe. Auch hier kommt es zu einer Komprimierung des Gases auf verschiedene Arten. Generell wird aber ein Betriebsdruck eingesetzt, der auf das Gasgemisch, welches später in den Reifen eingebracht wird, wirkt, um eine Kompression des Gasgemisches zu erzeugen.

Ist das Gas hinreichend komprimiert, wird es durch den Ableitungsschlauch mit dem entstandenen Druck in den Reifen eingebracht. Grundsätzlich schaffen einfache Standardhandpumpen einen Druck von mindestens fünf bar. Gute Handpumpen schaffen hier einen Druck von bis zu 12 bar. Zu beachten ist vor allem, dass die Kompressoren, die an Tankstellen zum Befüllen von Autoreifen eingesetzt werden vollkommen ausreichend sind, um auch herkömmliche Fahrradreifen aufzupumpen. Der Druck in Fahrradreifen ist dabei durch das geringe Volumen sehr viel höher als der des herkömmlichen Autoreifens. Für Spezialreifen mit höheren Drücken müssen unter Umständen Pumpen mit höherer Leistung verwendet werden. Der Druck von Autoreifen Kompressoren reicht beispielsweise nicht für spezielle und sehr dünne Hochdruck-Fahrradreifen. Heute werden auch schon viele maschinelle Pumpen in handlicher und praktischer Trageform angeboten, die, durch ihr immer geringer werdendes Gewicht und die einfache Bedienbarkeit nicht nur für Autobereifung, sondern auch für herkömmliche Fahrräder immer interessanter werden.

Fahrradpumpen Modelle

Fahrradpumpen kommen nicht nur dann zu Einsatz, wenn bei einem routinemäßigen Service ein zu niedriger Druck im Reifen festgestellt wird, sondern auch dann, wenn nicht damit gerechnet wird, dass man eine Pumpe braucht. Ist der reifen durch eine Beschädigung plötzlich Platt und wird dieser dann provisorisch repariert, so muss schnell wieder Luft in den Reifen. Der umfassende Einsatzbereich, in dem Fahrradpumpen eingesetzt werden können, stellt eine große Herausforderung in Bezug auf Konstruktion und Material dar. Einerseits soll eine Fahrradluftpumpe ein Maximum an Leistung erbringen können, um das Rad möglichst schnell wieder mobilzumachen, andererseits soll die Pumpe möglichst klein und handlich sein. Welche Pumpe für den persönlichen Einsatzbereich die Beste ist, muss entsprechend der persönlichen Vorlieben selbst entschieden werden. Im weiteren Verlauf werden verschiedene Modelle vorgestellt und deren Vor- und Nachteile, sowie deren optimalen Einsatzbereich präsentiert.

Minipumpen

Minipumpen sind kleine Fahrradpumpen, die im Notfall ausreichend Druck bieten, um den Reifen eines herkömmlichen Fahrrades aufzupumpen. Der Vorteil dieser Minipumpen ist, dass Sie sich einfach in nahezu allen Transportbehältnissen verstauen lassen und durch ihr geringes Gewicht kaum Platz in Anspruch nehmen. Die Minipumpe bietet vor allem schnelle Hilfe, die große und überragende Leistung sollte man von dieser Pumpe eher nicht erwarten. Auch bei Beschädigungen an den Fahrradreifen hilft nur, das entsprechende reparieren des Reifens vor dem erneuten Aufpumpen. Die kleine handliche Minipumpe setzt direkt an dem Ventil an und lässt so auch nicht viel Raum für Komfort übrig. Das Aufpumpen erfolgt hier in einer eher unnatürlichen Position gepaart mit wenig Bewegungsfreiheit. Die Minipumpe besitzt zudem durch ihre kompakte und solide Form auch einen kleineren Zylinder. Der kleinere Zylinder bedingt auch ein geringeres mögliches Pumpvolumen. Auch der Druck ist, im Vergleich zu anderen Pumpenmodellen geringer, da der weg des Kolbens im Zylinder auch entsprechend gering ist und so weniger Druck aufgebracht werden kann.

Standpumpe

Die Standpumpe ist die klassische Variante der Fahrradpumpe und eignet sich vor allem für herkömmliche Räder, aber auch für Reifen, die etwas mehr Luftdruck benötigen. Die Standluftpumpe bietet durch ihren Aufbau eine angenehme Benutzbarkeit und ermöglicht so auch entsprechend natürliche Bewegungen und Arbeitsabläufe. Die Standpumpe sorgt auch durch die einfache Bedienbarkeit für ein ermüdungsfreies Arbeiten in Werkstätten sowie im Hobby-Bereich. Standpumpen sind so aufgebaut, dass der Zylinder und der entsprechende Weg des beweglichen Kolbens, eine maximale Pumpleistung bei maximalem Arbeitskomfort bieten. Standpumpen sind durch ihren entsprechend großen Kolben in der Lage auch höhere Drücke aufzubringen, die es der Standpumpe ermöglichen auch Reifen mit höheren Drücken aufzupumpen. Die herkömmlichen Standpumpen bieten durch einen stabilen Standfuß maximale Arbeitskontrolle.

Auf Standpumpen wirken entsprechend höhere Drücke als auf Handpumpen ein. Die oft verwendeten Dunlopventil-Blitzventile fordern eine nicht so hohe Kraftwirkung auf die Standpumpe wie die Dunlop-Schlauchventile. Von Standpumpen die Dunlop-Schlauchventile aufpumpen können, geht also eine höhere Gefahr aus, als von Standpumpen die lediglich Dunlopventil-Blitzventile aufpumpen können. Zur Gefahrenquelle können hier vor allem die Anwenderteile werden. Der Griff kann bei zu hohen Belastungen brechen und dazu führen, dass der Kolben sich, durch den fehlenden Druck als Widerstand, blitzartig nach oben bewegt und den Benutzer im Kopf- oder Oberkörperbereich verletzen kann.

Rennkompressor

Der Rennkompressor bietet vor allem bei Rennrädern Abhilfe. Da Rennräder durch ihren hohen Reifendruck einen deutlich höheren Druck brauchen, um aufgepumpt zu werden, kann dieser von Standpumpen nur schwer erreicht werden. Rennkompressoren sind eher unhandliche Geräte, die zwar sehr viel Komfort und Leistung bieten, jedoch eher unpraktisch beim Transport sind. Rennkompressoren bieten zudem eine so hohe Energie, dass verschiedene Wartungs- sowie Reparaturarbeiten ebenfalls viel einfacher zu bewältigen sind. So wird das Reparieren von Reifen nach Schäden und etwaige Servicetätigkeiten wie das Reifenwechseln enorm erleichtert.

CO2-Pumpen

CO2-Pumpen sind im Aufbau ähnlich den Minipumpen, können jedoch eine große Zeitersparnis im Vergleich zu den handgetriebenen Pumpen ermöglichen. Die Zeitersparnis kommt daher, dass die CO2-Pumpen mit einer eingebauten Gaskartusche betrieben werden und so den Reifen in wenigen Sekunden aufgepumpt haben. CO2-Fahrradpumpen erreichen auch einen viel höheren Druckbereich von bis zu 20 bar.

Die gängigsten Fahrradventile im Überblick

Das Fahrradventil ist ein am Fahrradreifen angebrachtes Rückschlagventil, dass eine Befüllung mit Druckluft möglich macht. Das Rückschlagventil garantiert, dass das der Reifen nach dem Abklingen des Druckes von außen durch eine Pumpe oder einen Kompressor nicht wieder entleer wird. Es sind verschiedene Ventile auf dem Markt erhältlich die unterschiedliche Vor- und Nachteile, sowie Spezifikationen aufweisen.

 Dunlopventil

Dieses Ventil fand vor allem in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in den Niederlanden Verwendung. Bis in die 80er Jahre waren fast alle Fahrräder mit diesem Dunlopventil ausgestattet. Das Dunlopventil ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass eine Überwurfmutter verwendet wird, um das Entweichen von Luft zu vermeiden. Ganz einfach kann über diese Überwurfmutter das Ablassen von Luft aus den Reifen ermöglicht werden. Hierzu muss die Überwurfmutter nur vom restlichen Ventil abgeschraubt werden. So komfortabel dieser Mechanismus auch ist, so einfach kann die Überwurfmutter gestohlen werden.

Dieses Ventil lässt sich aufgrund dessen besonders leicht manipulieren. Üblicherweise wird heutzutage, vor allem im Niedrigpreissegment ein Dunlopventil mit einem kleinen Gummischlauch über der Ventilöffnung verwendet. Dieser Gummischlauch verschließt das Loch und lässt keine Luft aus dem Reifen entweichen. Hier muss beim Pumpen jedoch eine höhere Energie investiert werden, da nicht nur der Reifendruck überwunden werden muss, sondern auch der Widerstand des Gummischlauches. Eine Verbesserung des Systems stellt die Verwendung mittels Ringlichtung und Kugel im Ventil dar. Dies wird heute oft als Blitzventil oder Automatik-Ventil bezeichnet. Dunlopventile sind grundsätzlich nur für bis zu sechs bar Druck geeignet. Auch die Reifendruckmessung gestaltet sich schwierig da nur dann gemessen werden kann, wenn auch ein gewisses Maß an Druckluft zugeführt wird.

Sclaverandventil

Das Scalverandventil wird auch oft als französisches Ventil oder Presta-Ventil bezeichnet. Aufgebaut ist es aus einem sperrenden Ventilstößel, der vor austretender Luft auf dem Reifen schützt. Dieser Ventilstößel wird von einer Radmutter in seiner Haltung gesichert. Diese Radmutter muss vor dem Befüllen mit Luft leicht gelockert werden. Wird nun beim Befüllen mit Luft der Innendruck des Reifens überwunden, welcher auch auf den Ventilstößel drückt, so wird der Ventilstößel in Richtung des Reifens gedrückt und Luft bzw. Gas kann in den Reifen eingepumpt werden. Mit speziellen Manometern kann der Reifendruck einfach gemessen werden. Scalverandventile können bis zu 15 bar Druck standhalten und sind aufgrund dessen oft auf Rennrädern verbaut.

 Schraderventil

Das Schraderventil wird in seiner Bauform auch für die Bereifung von Autos verwendet und verdankt diesem Umstand den Trivialnamen Autoventil. Durch den im Pumpenkopf verbauten Stift wird der Ventilstößel nach unten gedrückt und die Luft kann entweichen und oder von der Pumpe in den Reifen eingebracht werden. Schraderventile müssen daher in Handpumpen mit einem entsprechenden Rückschlagventil ausgestattet werden. Der Vorteil dieser Ventilkonstruktion ist, dass durch die weite Verbreitung eine einfache Verwendung der Kompressoren an Tankstellen möglich ist. Für Scalverand- und Dunlopventile muss ein entsprechender Adapter mit Rückschlagventil verwendet werden. Schraderventile können einen Luftdruck von maximal 10 bar standhalten.

 Ventiladapter

Ventiladapter gibt es für alle gängigen Ventile und Manometer. So können herstellerspezifische Eigenschaften der Ventile nachgestellt werden und so die Verwendung von ein und derselben Fahrradpumpe für verschiedene Ventile ermöglicht werden.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.